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Springe

Wissenswertes und geschichtliches aus der Stadt Springe

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Mit dem Ausgang des 10. Jahrhunderts tauchen in Urkunden die ersten Ortsnamen der heute zu Springe gehörenden Stadtteile auf, und bis zum Jahre 1300 sind alle heute bestehenden Dörfer und Städte urkundlich erwähnt.

In einer Grenzbeschreibung des Bistums Hildesheim, die als undatierte Abschrift überliefert ist, nach Form und Inhalt aber dem ausgehenden 10. Jahrhundert zugewiesen werden muss, wird Springe erstmals unter dem Namen Helereisprig erwähnt. Das Springer Stadtwappen stellt nach neuerer Deutung die drei Quellen der Haller dar, die unweit Springes am Fuße des kleinen Deisters, in der Deisterpforte, entspringt. In den drei Winkeln des Wappens sieht man je eine fünfblättrige Rose, das Schild- und Siegelzeichen der alten gräflichen Herrschaft Hallermundt.

Im Mittelalter wurde Springe Stammsitz der Grafen Hallermundt, aus dem sich später das Amt Springe und nach verschiedenen Umbenennungen und Erweiterungen im Jahre 1884 der Kreis Springe entwickelte, welcher 1974 seine Selbständigkeit aufgeben musste. Heute gehört die Stadt Springe der Region Hannover an.

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Mit der Verlegung der Verwaltung der Grafschaft von Schloss Hallermundt nach Hallerspringe 1282 steht vermutlich eine Neuanlage des Ortes und die Anlage eines festen gräflichen Sitzes in Springe im Zusammenhang; schließlich wohl auch die Verleihung des Stadtrechtes.
 
Springes Entstehung und Wachstum hängen eng mit seiner verkehrsgünstigen Lage an der Deisterpforte zusammen. Hier ist die Grenze zwischen dem Flachland und dem Bergland, in das die Deisterpforte hineinführt. Zudem liegt der Ort genau in der Mitte des Weges zwischen den wirtschaftlichen Schwerpunkten Hannover und Hameln. Diese günstige Lage entfaltete jedoch erst mit dem "Chaussee-Ausbau" der heutigen Bundesstra?e 217 im 18. Jahrhundert und mit der Fertigstellung der Eisenbahnlinie Hannover - Altenbeken im Jahre 1872 ihre volle Wirksamkeit.

Eine stetige Entwicklung zu einer Mittelstadt setzte nach Beendigung des ersten und besonders des zweiten Weltkrieges ein (1933 = 3.912 Einwohner). Heute wohnen in der Kernstadt Springe etwa 13.000 Einwohner.
Die heutige Stadt Springe ist 1974 aus den Gemeinden Bennigsen, Völksen, Altenhagen I, Alvesrode, Lüdersen, Gestorf, Mittelrode, Alferde, Boitzum, Holtensen, W?lfinghausen und den Städten Springe und Eldagsen entstanden. Durch die Gebietsreform verlor die Stadt Eldagsen ihre im 13. Jahrhundert verliehenen Stadtrechte und ist heute der drittgrößte Stadtteil der Stadt Springe.

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Das niedersächsische Raumordnungsprogramm weist Springe als Mittelzentrum mit raumbedeutsamen Aufgaben als Schwerpunktort für Wohn- und Arbeitsstätten sowie für die Kurz- und Ferienerholung aus.