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Barsinghausen

Wissenswertes und geschichtliches aus der Stadt Barsinghausen

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Die Entstehung und Entwicklung von Barsinghausen stand von Anfang an aufgrund der natürlichen Standortbedingungen unter einem guten Stern. Die Wege am Deisterrand waren auch bei Hochwasser nutzbar, der Wald sorgte ganzjährig für gutes Wasser und der fruchtbare Lößboden brachte reiche Ernten ein.

Der Name "berchinghusen" wurde erstmals im Jahre 1193 urkundlich erwähnt. Die Entwicklung des Ortes war eng mit dem in dieser Zeit gegründeten Kloster verbunden, das als land- und forstwirtschaftlicher Betrieb den Mittelpunkt für Wirtschaft und Kultur bildete, mit überörtlicher Bedeutung. In seinem Schutz entwickelte sich bald das Steinmetzgewerbe. Aus Deister-Sandstein, die über Jahrhunderte wichtigste Wirtschaftsgrundlage Barsinghausens, wurde auch in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts die Klosterkirche gebaut. Die Lößböden und die zahlreichen Zuflüsse zur Südaue waren Grundlage für die Landwirtschaft und die vielen Mühlenbetriebe.

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Beschreibung der Mühle:

Galerieholländer, Baujahr 1618/1826, mit Windrose und Jalousieflügeln, funktionsfähig, 1 Schrotgang, 2 Walzenstühle, 1 Ausmahlmaschine, Kornspalter, Plansichter, Reinigung und Schälmaschine; Restaurierung geplant; begrenzte Parkmöglichkeit. Galerieholländer auf Sockelgeschoß, 2-stück. mit 3-gesch. Überbau, oktogonaler Grundriß des Unterbaus, Bruchsteinamauerwerk m. Eckquaderung, Korpus konisch in Bruchstein, Galerie, Kappe, Flügel u. Windrose sowie komplette Ausstattung erhalten. Veränderung durch größeren Anbau aus der Zeit um 1900 und "1962". Müllerwohnhaus, Ziegelbau, Ende 19. Jh. Ehem. Scheune bzw. Remise , um 1900, durch Steg im 1.OG mit Anbau verbunden

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Im heutigen Stadtgebiet gründeten sich Ritter- und Grundherrengüter. Entscheidenden Einfluss auf die wirtschaftlichen und landwirtschaftlichen Strukturen ab dem 19. Jahrhundert hatte der Kohleabbau, der die Steinhauerei nach und nach verdrängte und Mitte dieses Jahrhunderts zur Schließung des letzten Steinbruchs führte.

Durch die zunehmende Industriealiesierung stieg die Nachfrage nach Kohle dermaßen an, dass die Fördermengen der Stollenbetriebe nicht mehr ausreichten und die ersten Schächte in Barsinghausen, Bantorf und Hohenbostel abgeteuft wurden.


Forciert durch den Kohleabbau und der damit verbundenen Errichtung einer Kokerei in Barsinghausen, kam es zum bau der Eisenbahnstrecke zwischen Haste und Weetzen im Jahr 1872. Hierdurch eröffneten sich neue Möglichkeiten für den Transport von Deisterkohle und Koks zu den Maschinenfabriken in Linden, der Stadt vor den Toren Hannovers. Diese Entwicklung führet dazu, dass im Jahr 1910 die Hälfte aller Erwerbstätigen des Deisterortes in Bergwerken beschäftigt war. Wegen Unwirtschaftlichkeit schlossen die letzten Zechen 1957.

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Seit 1969 bestitzt Barsinghausen die Stadtrechte und hat sich durch dei Angliederung weitere Kommunen im Zuge der Gebietsreform 1974 zu einer lebendigen Stadt mit über 36.000 Einwohnern entwickelt.