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Bad Nenndorf - Wennigsen

Streckenabschnitt von Bad Nenndorf nach Wennigsen
Streckenlänge ca. 22 km

Der Deisterkreisel mit seinen ca. 100 km ist in vier gut zu befahrenen Teilstrecken aufgeteilt. Die Wegbeschreibung erfolgt auf der Strecke im Uhrzeigersinn. Sie können natürlich den Deisterkreisel auch in der Gegenrichtung fahren. 
In dieser Streckenbeschreibung des Teilabschnittes erhalten Sie alle Informationen die Sie brauchen.
Diese Beschreibung ist unterteilt nach Entfernungen, Strecke, und natürlich gibt es auch Informationen der jeweiligen Orte die Sie gerade durchfahren.
Drucken Sie sich dieses Dokument aus, nehmen es mit auf die Tour und Ihre erfolgreiche Radtour wird ein Erlebnis auf den Sie sich nicht um den Weg bemühen müssen. Es ist alles bis ins Detail beschrieben.

Gute Fahrt und schönes Wetter wünscht das Team von www.deisterkreisel.de

ImageWir beginnen die Tour in Bad Nenndorf. Start ist der Bahnhof in Bad Nenndorf. Der Deisterkreisel führt direkt am Bahnhof vorbei, deswegen idealer Startpunkt.

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Sie verlassen den Bahnhof entweder durch das schöne Gebäude oder direkt über den Bahnsteig. Egal wie Sie es tun, Sie kommen immer auf die angebundene Straße.
Somit sind Sie auf dem Deisterkreisel, und los gehts? der Abschnitt von Bad Nenndorf nach Wennigsen beginnt.

 

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Zwischen Bad Nenndorf und Barsinghausen radelt man durch die offene Feldmark. Hier bietet sich eine herrliche Aussicht auf das Calenberger Land.

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Bad Nenndorf

Eine geologische Eigenart und Sehenswürdigkeit ist die Krater-Quelle an der B65. Regnet es auf dem Deisterkamm, versickert das Wasser am Gebirgshang und reichert sich mit Kohlensäure an. Es fließt unter einer wasserundurchlässigen Schicht zu Tal und nimmt dabei Kalk auf. Eine Tonwand stoppt den Lauf und drückt das Wasser wieder an die Erdoberfläche, wo sich der im Wasser gelöste Kalk ablagert.  Durch diese Schichtung der Kalkablagerungen ist ein Krater entstanden, der als Brunnen eingefasst worden ist. Das sauerstoffarme Kalzium-Sulfat-Mineralwasser hat die Eigenschaft Blumensträuße viele Wochen frisch zu halten.

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Bad Nenndorf

Die Süntelbuchen im Kurpark zeigen deutlich, wie knorrig und verdreht Stamm und Äste dieser eigentümlichen Buchenart wachsen. Sie sind vermutlich als Laune der Natur aus Mutationen entstanden. Sehr bizarr und dekorativ sind sie, forstwirtschaftlich jedoch vollkommen unverwertbar


Image Vom Bahnhof aus gesehen fahren Sie rechts entlang der Bahngleise. Nach ca. 150 m entlang der Bahngleise fahren Sie links über einen Bahnübergang.  Über den Bahnübergang dann nach ca. 200 m in die Straße Gehrenbreite rechts abbiegen.

 

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Sie fahren auf einer ruhigen Industriestraße. Nach einigen hundert Metern verlassen Sie jetzt Bad Nenndorf. Wechseln Sie auf die linke Straßenseite auf den Radweg. Sie fahren direkt auf eine Kreuzung mit der Bundestrasse 442. Die Überquerung der Bundesstraße ist nicht ganz ungefährlich, es gibt keinen gesicherten Überweg.


Gemütliches Fahren auf einen asphaltiertem Feldweg Richtung Waltringhausen. Am Ortseingang immer der Straße folgen. Sie befinden sich auf der Ortsdurchfahrt.


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Beachten Sie hier den Wechsel des Weges, Sie verlassen die Ortsdurchfahrt und fahren an einer leichten Rechtskurve  (links am Gebäude vorbei) geradeaus auf einen befestigten Feldweg. Hier verlassen Sie Waltringhausen.

Es geht jetzt geradeaus bis zum Bahndamm. Im Blick haben Sie immer den Deister, Sie blicken aus nördlicher Richtung auf den Deister. Sie fahren jetzt entlang des Bahndammes unter der BAB 2 hindurch. 

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Bantorf Bahnhof

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Am Bahnhof Bantorf  stoßen Sie direkt auf die Bundesstraße 65. Fahren Sie links auf der linken Seite der Bundestrasse entlang auf einem parallelem Radweg.  Nach ca. 200 m über die Kreuzung Dieselstr. geradeaus weiter. Sie kommen nach Wichtringhausen. Im Ort gibt es einen Fußgängerüberweg. Wechseln Sie unbedingt hier die Straßenseite.  Nach der Bushaltestelle biegen Sie rechts in den befestigten Feldweg ein. Sie sind jetzt wieder abseits des motorisierten Verkehrs.

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Wichtringhausen

Ursprünglich stand in Wichtringhausen eine kleine Burg der Schaumburger Grafen. An ihrer Stelle wurde im 16. Jahrhundert ein Castrum erbaut. Durch Umbauten und vor allem durch die im neugotischen Stil erfolgte Restaurierung im Jahre 1866 erinnert es kaum noch an seine ursprüngliche Form. Seit 1948 steht das Herrenhaus unter Denkmalschutz. Von 1976 bis 1979 wurde es grundlegend saniert und modernisiert.
Die Wirtschaftsgebäude stammen überwiegend aus dem vorigen Jahrhundert. Seit 1983 ist die ehemalige Wagenremise eine Weinprobierstube, in der Weine des zum Besitz der Familie Langwerth von Sinnen gehörenden Weingutes in Eltville probiert werden können.

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Fahren Sie diesem Weg bis zum Bahnüberweg. Überqueren Sie diesen und folgen Sie dem Weg nach links.  Folgen Sie weiterhin den Weg. Leichte Rechtskurve. Immer weiter dem Weg folgen, es gibt hier einen kleinen Anstieg. 
 
Sie kommen auf die Hauptstraße, hier links abbiegen. Jetzt sehen Sie eine Fußgängerampel. Überqueren Sie die Straße an der Fußgängerampel. Biegen Sie kurz nach der Ampel in die Straße "Zur Heisterburg" rechts ab, an der Gabelung leicht rechts halten.

 

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Der Weg führt Sie aus dem Ort direkt in den Deister. Der Radweg steigt leicht an.
Sie fahren direkt in den Deister auf einem herrlichen Weg in einer tollen Landschaft.


Hohenbostel

Die kleine Thomas-Kirche, ursprünglich im Besitz des Klosters Corvey und seit 1305 im Besitz des Klosters Barsinghausen, weist nur noch geringe Reste des spätromanischen Baues auf und zwar im Mauerwerk des Turmes und des Chores, sowie im Säulenportal auf der Südseite des Langhauses. Der fünfseitig gebrochene Chorbau ist durch die Jahreszahl 1462 datiert. Der flachgedeckte Saalbau des Langhauses entstand nach den Zerstörungen des Dreißigjährigen Krieges im Jahre 1653. Eine Zutat der Instandsetzung von 1927/28 ist der markante Doppelhelm des Turmes. Im Chor befinden sich ländlichnaive Gewölbemalereien mit plattdeutschen Beischriften aus dem 16. Jahrhundert.

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Folgen Sie dem Weg hier nach links. Es folgt die stärkste Steigung in diesem Abschnitt.  Tolle Naturlandschaft, folgen Sie dem Weg an der Kreuzung auf dem asphaltiertem Weg halb rechts.

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Sie haben hier einen tollen Ausblick auf die Landschaft. Bei gutem Wetter reicht der Blick bis nach Hannover oder Barsinghausen. Auf jeden Fall ein guter Grund für eine Pause.

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Siedlung Höhenluft
Bei der Siedlung Höhenluft, zwischen Hohenbostel und Barsinghausen am Waldrand gelegen kommt man auf Höhe des Forsthauses an einem Bestand aus sehr dicken, alten Stieleichen vorbei. Die Stieleiche ist hier standortheimisch und bildet zusammen mit der Hainbuche die natürliche Waldgesellschaft am Deisterfuß. In höheren Lagen werden die Arten von der Rotbuche abgelöst. Fichten sind im Deister nicht heimisch, sie sind zur schnellen Holzerzeugung in großen Mengen gepflanzt worden. Diese Fichtenforste sind extrem an pflanzlichem Leben und bieten Tieren nur selten Nahrung. Selbst das Bodenleben fehlt weitgehend und das Niederschlagswasser wird kaum gespeichert. Heute werden von der Forstwirtschaft standorttypische Laubmischwälder aufgebaut.

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Sie fahren durch die Siedlung Höhenluft hindurch. Folgen Sie dem Weg, es ist eine schöne Abfahrt, achten Sie auf die Geschwindigkeit? Am Ende wieder gerade in den Wald Richtung Barsinghausen.

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Achten Sie hier auf den Weg! Es geht halb links abwärts Richtung Barsinghausen.                           

Barsinghausen
Kurz nach Erreichen des westlichen Stadtrandes von Barsinghausen überquert man den Bullerbach. Er hat bergwärts Wassergüteklasse 1, so dass Kleintiere, wie Köcherfliegenlarven , Steinfliegenlarven, Bachflohkrebse sich hier wohl fühlen. Früher führte er so viel Wasser, dass fünf Mühlen durch ihn betrieben werden konnten. Am Eingang des Bullerbachtales, einem der schönsten Täler des Deisters, liegt das Naturfreundehaus, in dem seit 1955 Ausflugsgäste willkommen sind.


Sie kommen auf dem Deisterkreisel über die Kaltenbornstr. nach Barsinghausen. Sie benutzen eine Einbahnstraße entgegengesetzt der Fahrtrichtung. Altenhofstr.

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Bahnhof Barsinghausen

Sie habe hier die Möglichkeit am Bahnhof Barsinghausen die S-Bahn zu benutzen.


Sie Fahren weiter auf der Bergamtstr. vorbei am Rathaus durch Barsinghausen.  Weiter  geradeaus abknickende Vorfahrtstr.  Langenkampstr. dann weiter auf dem Egestorfer Kirchweg vorbei an der Barsinghäuser Freilichtbühne. Sie haben Barsinghausen Richtung Kirchdorf verlassen.

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Nach Verlassen des Stadtteils Barsinghausen in Richtung Kirchdorf kommt man an der großen Berghalde mit dem alten Kohlebunker vorbei. Der Haldenkegel besteht aus vielen Tonnen Sand und anderen Gesteinen. Bevor man früher das Kohleflöz erreichte, musste zunächst totes Material beiseite geschafft werden, das "auf Halde" gelegt wurde. Die Halde ist mit Ruderal- und Pioniervegatation bewachsen, darunter finden sich wärmeliebende Pflanzenarten wie Natterkopf und Nachtkerze.

Die Halde ist ein Beispiel für ein Ökologisch wertvolles Sekundärbiotop, ein Lebensraum, der  erst durch die Naturnutzung des Menschen mit Hilfe der Technik geschaffen worden ist.


Image Ein Spaziergang fährt auf die Spitze des Haldenkegels und bietet bei gutem Wetter einen Wunderbaren Rundblick bis weit in die Region, zum hannoverschen Rathaus oder zum Steinhuder Meer.

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An diesem Punkt des Weges (Max-Planck-Str.) im Kirchdorf halten Sie sich rechts auf den Feldweg. Nach einer Linkskurve gibt es nach ca. 100 m eine weitere Abzweigung hier halten Sie sich wieder links. Jetzt geht es ein kurzes Stück abwärts. Folgen Sie dem Weg nach rechts.

Image Auf der Weiterfahrt nach Egestorf überquert man den Spalterhalsbach. Seine Quelle hielten die Barsinghäuser für besonders heilkräftig und holten hier früher nach altem Brauch das Osterwasser. Heute liegen im gesamten Quellbereich die Entnahmebrunnen für die Barsinghäuser Wasserversorgung, so dass der Bach nur noch wenig Wasser führt und im Sommer gelegentlich trocken fällt.

Image  Sie kommen nach Egestorf. Am Ende des Weges in den Rottkampweg abbiegen. Nach ca. 200 m halten Sie sich rechts. Sie überqueren dann eine Hauptstr. Es geht hier nach rechts zum Nienstädter Pass und links in die Ortschaft Egestorf.    Der Weg geradeaus weiter leicht abwärts.

Der Blick auf dem Photo ist rückwärtig, lassen Sie sich nicht irritieren!

Folgen Sie weiter dem Weg. Nach einer Linkskurve kommen Sie auf einen asphaltierten Platz. Hier müssen Sie sich halb rechts halten. Siehe Bild unten.

Image Auf Höhe des Kniggenbrinks durchfährt man einen Buchenwald. Neben der Hauptbaumart, der Buche, findet man in der Krautschicht die für diesen Waldtyp charakteristischen Pflanzen wie die Hainsimse, den Waldmeister und das Waldveilchen. Auch seltene Vogelarten, darunter Buntspecht, Grauspecht, Hohltaube und Sperber, leben hier.

Image Sie kommen hier links zum Bahnhof Egestorf.

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Image Der Bahndamm links ist ebenfalls ein so genanntes Sekundärbiotop. Auf dem Schottenkörper und am Rand der Gleisanlagen hat sich eine artenreiche Ruderalflur entwickelt. Hier wachsen viele typische Pflanzenarten wie Echtes Eisenkraut, Sand-Mohn und Dreifinger-Steinbrech. Der große Blütenreichtum lockt Schmetterlinge an, die hier ein vielfältiges Nahrungsangebot finden. Zudem bieten solche trockenen Ruderalfluren den Wärme und Trockenheit liebenden Heuschreckenarten wertvollen Lebensraum.

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An einer Abzweigung im Wald verlassen Sie den Bahndamm. Es gibt hier Möglichkeiten Richtung Nienstädter Pass oder zum Nordmannsturm zu fahren. Sie Fahren weiter auf dem Deisterkreisel Basisweg Richtung Wennigsen bzw. Wennigser Mark.  Sie kommen nach einem Weg durch den Wald an das Ortsschild Wennigser Mark. Biegen Sie hier nach rechts wieder in den Wald, der Weg steigt leicht an, dies ist einer der wenigen Anstiege auf dieser Etappe.

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Es gibt die Möglichkeit einer Rast. Es ist ein sehr ruhiger und schöner Platz auf einer Lichtung.

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Fahren Sie hier auf dem Weg leicht links. Jetzt steigt der Weg nicht weiter an. Mitten im Wald fahren Sie auf einen gut ausgebautem Weg Richtung Forsthaus Georgsplatz. Ab hier geht es ziemlich lange Abwärts. Sie Fahren direkt auf die Landestr. 391 zu. Beachten Sie hier den PKW-Verkehr der aus den Wegen besonders am Friedhof der den Radweg quert.


In der Wennigser Mark, am Waldfriedhof, kommt man an einer Obstwiese vorbei. Obstwiesen gehörten zu den charakteristischen Nutzungstypen der Kulturlandschaft und bildeten den Übergang vom Ort in die Landschaft. Sie stellten für viele Tierarten, wie Bienen und Hummeln, einen wertvollen Lebensraum dar und bieten auch Kleinsäugern Nist- und Überwinterungsmöglichkeiten. Durch zunehmende Intensivierung und Industrialisierung der Landwirtschaft ist dieser Biotoptyp jedoch heute nur noch selten zu finden. Auch für den Menschen sind die Obstwiesen von Nutzen: Im Sommer und Herbst können hier Kostenproben der schmackhaften Obstsorten gesammelt werden.

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Image Nachdem Sie auf der langen Abfahrt die Hauptstraße erreicht haben, fahren Sie rechts entlang der mäßig befahrenen Landesstraße 391; ca. 400 m bevor Sie wieder rechts in einen Feldweg abbiegen.

Image Im Wennigser Bruch kommt man an besonderen Einzelbäumen wie der Königslinde oder der Ziegeneiche vorbei. Auf der Höhe der Waldrandssiedlung Waldkater prägt eine einreihige Allee das Vorland des Deisters. Einzelbäume und Baumreihen haben in intensiv genutzten Ackerlandschaften eine besondere Bedeutung. Sie bieten vor allem Vögeln Rückzugs- und Nistmöglichkeiten und dienen als Ansitzwarte für Greifvögel. Aber auch Insekten und Kleinsäuger finden hier Schutz und Unterschlupf, wenn die angrenzenden Felder bestellt werden.

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Sie fahren auf dem Weg entlang der Wennigser Bruch, siehe Bild links. An der Wegekreuzung geht es links Richtung Wennigsen.

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Freier Blick auf Wennigsen und das Ziel der ersten Etappe.


Übrigens?
Eichen können mehrere hundert Jahre alt werden. Es gibt sogar  Exemplare, die schon die 1000 Jahre überschritten haben. Sie sind Sinnbild für Stärke, Redlichkeit und Qualität. Junge Eichen wachsen relativ schnell, mit 100 bis 200 Jahren ist das Höhenwachstum meistens abgeschlossen, danach wächst nur noch der Stammumfang. Der Umtrieb, also die Zeit vom Pflanzen eines Baumbestandes bis zum Fällen, liegt etwa zwischen 180 und 250 Jahren. Die Kronen alter Eichen sind sehr lichtdurchlässig, so dass andere Bäume und Sträucher darunter wachsen können.

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Sie folgen dem Weg, kommen am Freibad vorbei und fahren weiter auf diesem Weg. Die kommende Kreuzung überqueren Sie, weiterfahren auf der Berenkampstr., vom Brönweg kommend auf der Hirtenstr. links abbiegen die nächst mögliche Straße rechts in die Neustadtstr.

 

Zum Bahnhof Wennigsen biegen Sie einfach in die Bahnhofstr. Von dort können Sie mit der S-Bahn zu Ihren Ausgangspunkt fahren.

Die Beschreibung des ersten Tourabschnittes endet hier. Sie können natürlich auf dem zweiten Streckenabschnitt Richtung Völksen weiterfahren.

Für die Weiterfahrt beachten Sie bitte die Streckenbeschreibung des Abschnittes 2. Diese Tour führt Sie von Wennigsen nach Völksen auf dem Deisterkreisel.

Suchen Sie Informationen rund im den Deisterkreisel, so finden Sie diese Infos auf der Seite
www.deisterkreisel.de