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Bad Muender - Bad Nenndorf

Streckenabschnitt von Bad Münder nach Bad Nenndorf
Streckenlänge ca. 25 km

Der Deisterkreisel mit seinen ca. 100 km ist in vier gut zu befahrenen Teilstrecken aufgeteilt. Die Wegbeschreibung erfolgt auf der Strecke im Uhrzeigersinn. Sie können natürlich den Deisterkreisel auch in der Gegenrichtung fahren. 
In dieser Streckenbeschreibung des Teilabschnittes erhalten Sie alle Informationen die Sie brauchen.
Diese Beschreibung ist unterteilt nach Entfernungen, Strecke, und natürlich gibt es auch Informationen der jeweiligen Orte die Sie gerade durchfahren.
Drucken Sie sich dieses Dokument aus, nehmen es mit auf die Tour und Ihre erfolgreiche Radtour wird ein Erlebnis auf den Sie sich nicht um den Weg bemühen müssen. Es ist alles bis ins Detail beschrieben.

Gute Fahrt und schönes Wetter wünscht das Team von www.deisterkreisel.de

Wir setzen die Tour in Bad Münder am Rathaus fort. Wenn Sie direkt von der dritten  Teilstrecke  kommen geht es gleich weiter. Ansonsten ist der Startpunkt Idealerweise der Bahnhof, dieser liegt in Bad Münder außerhalb des Ortes, beachten Sie bitte hier die Beschreibung der Teilstrecke drei. Hier ist beschrieben wie Sie vom Bahnhof Bad Münder auf den Basisring des Deisterkreisels am Rathaus Bad Münder kommen.
Der vierte Streckenabschnitt führt Sie von Bad Münder nach Bad Nenndorf auf der Basisroute. Die Streckenlänge der Basisroute beträgt ca. 25 km. Zusätzlich gibt es mehrere Abstecher auf dieser Tour. Diese Alternativrouten sind weiter unten ausführlich beschrieben. Es sind teilweise Abstecher bzw. führen diese Routen durch Orte mit besonderer Bedeutung.
Achtung: Es sei hier schon gesagt, alle dieser Alternativrouten bzw. Abstecher sind nur für trainierte Radler geeignet. Sollten Sie diesen Abschnitt als Familienausflug beradeln, bleiben Sie auf dem Basisring.

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Image Es geht weiter am Rathaus Bad Münder. Vor dem Rathaus biegen Sie nach links in die Obertorstrasse ab. Folgen Sie der Strasse bis zu einer Kreuzung. Biegen Sie hier nach rechts ab. Diese Strasse heißt  "Vor dem Oberntore".

 

ImageBad Münder

Image Ein Gang durch die Innenstadt von Bad Münders führt an vielen historischen Sehenswürdigkeiten vorbei. Das älteste Bauwerk der Stadt ist der Kirchturm der St. Petri-Pauli-Kirche, der 1529 errichtet wurde. Sein barockes Dach hat er erst gut 200 Jahre später erhalten. Die im klassizistischen Stil erbaute Kirche stammt aus dem Jahr 1839.

Eines der bedeutendsten Gebäude der Stadt ist das Steinerne  Haus, heute Kornhus. Früher diente es als Kornmagazin mit einer Bäckerei und später als Kornscheune des Steinhofs, dem wohl bekanntesten Burghof Bad Münders. Das Kornhus wurde um 1560 als Wehrbau im Renaissancestil errichtet und trägt auf einem hohen Dielengeschoss ein Speichergeschoss mit vier Horizontalgesimsen.

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Die zahlreichen Burghöfe in Bad Münder boten ihren Besitzern Schutz, besonders durch die unterirdischen Gänge. Auch vom Steinhof führte ein etwa 1 Meter breiter, gewölbter Tunnel zum "Steinernen Haus" und schließlich zum Kirchturm. Da die Begehung des Ganges gefährlich wurde, musste er zugeschüttet werden.
Das ehemalige Herrenhaus des Steinhofes wurde 1596 von Tieleman Bäsing errichtet. Durch das große Eingangsportal, das durch ionische Säulen, die den profilierten Rundbogen tragen, noch betont wird, hebt es sich optisch von anderen Gutshäusern ab.

Das Gebäude rechts daneben war das eigentliche Herrenhaus des Steinhofes. Es wurde 1721 von Johann Dietrich Bäsing, dem Urenkel Tielemans Bäsings, in Fachwerk aufgestockt. Durch die klaren und ruhigen klassizistischen Formen, die zweiarmige Freitreppe und das Giebeldreieck strahlt das Gebäude eine angenehme Ruhe aus.

Das heutige Gasthaus "Rübezahl" ist wohl das älteste Fachwerkgebäude der Stadt. Es wurde 1647 erbaut.

Sie kommen aus dem Ort. Folgen Sie der Strasse bis zur Einmündung der Bundesstrasse 442. Biegen Sie hier nach links Richtung Einbeckhausen ab. Es führt Sie ein Radweg parallel zur Bundesstrasse. 

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An diesem Ampelgesicherten überweg wechseln Sie die Straßenseite in den Ort Nettelrede. Fahren Sie in die Kreisstrasse hinein. Folgen Sie der Strasse bis zur Gaststätte Lindenhof und biegen dann in die August-Katz-Strasse ein. Fahren Sie bis zur Kirche, vor der Kirche rechts dem Weg folgen. Dann kurz links und rechts, weiter auf der Luttringhäuser Strasse.  Sie kommen aus dem Ort raus und Fahren Richtung Luttringhausen.

Nettelrede

In Nettelrede, der Ortsname weist auf die Verbreitung von Nesseln hin, die hier früher gerodet wurden, steht auf einer Anhöhe die Dionysius-Kirche mit einem Turm aus dem 13.Jahrhundert. Das ehemalige Kirchenschiff wurde 1863 abgerissen und nach Pl?nen des Baumeisters Conrad Wilhelm Hase, dem Begründer der "Hannoverschen Architektur-Schule", neu erbaut. 

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Fahren Sie in den Ort Luttringhausen, folgen Sie der Strasse zunächst immer geradeaus. Auf der Hauptstrasse nach links Abbiegen "Klosterbreite".
Der Weg führt Sie wieder aus den Ort heraus Richtung Bundesstrasse 442.


Luttringhausen

Das Rittergut Luttringhausen ist ein holzverschalter Fachwerkbau, der die Jahreszahl 1691 auf dem Stein über dem Portal trägt. Das Castrum wird 1406 im Besitz derer vom Wettberg (en) erwähnt und ging 1644 in die Hände der Familie von Lenthe über, deren Nachkommen noch heute hier leben. Zu dem Gutshof gehören ebenfalls das 1995 renovierte ehemalige Pächterhaus und große Fachwerkscheunen.  Zwischen Gutshaus und Pächterhaus bilden zwei dekorative Sandsteinpfosten das Tor zum Park. Die Anlage steht unter Denkmalschutz. Etwas ganz besonderes sind die Erntedankfeiern, die seit 20 Jahren hier stattfinden. Mit morgendlichem Gottesdienst und volkstümlichen Brauchtum.

Fahren Sie jetzt entlang der Bundesstrasse auf einen paralllen Radweg in Richtung Eimbeckhausen.  In Eimbeckhausen angekommen biegen Sie nach rechts in die Strasse ?Am Bach? ein.  Folgen Sie dieser Strasse entlang des Baches durch den Ort.

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Folgen Sie diesem Weg der St. Martin Strasse weiter durch den Ort.  An der folgenden Gabelung halten Sie sich rechts. Folgen Sie dem Weg, leicht abschüssig. An der folgenden Gabelung halten Sie sich halb links, der Weg heißt "unter dem Thie".

Weiter über Brinkstrasse zum Sportplatz, vorbei an der Schule.
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Biegen Sie hier nach links auf die Nordfeldstrasse ein. Folgen Sie der Strasse Ortsauswerts, kurz vor dem Ortsausgang beginnt die erste Alternativmöglichkeit Richtung Messenkamp.

Image Beschreibung siehe am Ende der Beschreibung des Basisweges.

Eimbeckhausen

Die St. Martinskirche in Eimbeckhausen ist ein Bruchsteinbau romanischen Ursprungs. Das Langhaus zeichnet sich durch Kreuzarme und Kreuzgewölbe aus. An der Nord- und Südseite befinden sich gekuppelte (zwei- oder mehrteilige), romanische Fenster. Chor und Sakristei sind im gotischen Stil erneuert. Die Durchgangshalle des Turmes hat ein halbkreisf?rmiges Tonnengewölbe aus romanischer Zeit.  Das schönste Stück ist der gotische Flügelaltar mit gut erhaltenen Figuren. An der Kirche befindet sich auch eine Sonnenuhr aus dem Jahre 1611.

Folgen Sie dem Basisring neben der Bundesstrasse 442 Richtung Messenkamp. 

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Sie fahren entlang der Bundesstrasse 442 bis zum Abzweig Richtung Rohrsen. überqueren Sie die Strasse an dieser Stelle. Es geht weiter Richtung Rohrsen.
 
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Biegen Sie vor dem Ort Rohrsen nach rechts auf diesen landwirtschaftlichen Weg Richtung Schmarrie ab. Der Weg steigt leicht an, fällt aber zum Ort hin wieder ab.

Im Ort Schmarrie angekommen fahren Sie direkt auf die Hauptstrasse zu. Biegen Sie auf der Hauptstrasse in Richtung Hülsede ab. Jetzt dem Weg durch den Ort folgen.

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Verlassen Sie den Ort Schmarrie auf der Kreisstrasse 12 Richtung Hülsede.
Einige hundert Meter nach dem Ort biegen Sie nach links in einen nur leicht befestigen Feldweg ein. Sie fahren jetzt den ?kurzen Weg? nach Hülsede.  Im Ort halten Sie sich rechts auf der Strasse "In der Rehre"; dann wieder rechts "über der Beeke" auf die Hauptstrasse. 

Hülsede
Image Das Wasserschloss Hülsede, im Tal zwischen Deister und Süntel gelegen, wurde zwischen 1529 und 1548 als vierflügelige Anlage erbaut. Es ist ein typisches Beispiel für einen frühen Renaissancebau im Weserraum.  Der herausragende kunsthistorische Wert des Schlosses liegt in der original erhaltenen Bausubstanz des 16. Jahrhunderts. Das Wasserschloss und die Hofgebäude stehen unter Denkmalschutz und sind in den letzten zwanzig Jahren umfassend restauriert worden. Die gesamte Anlage und die dazu gehörige Landwirtschaft befindet sich seit über 400 Jahren in Familienbesitz.

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Nachdem Sie Hülsede passiert haben geht es weiter auf der Hauptstrasse in Richtung Messenkamp. Sie müssen dabei die Kreuzung der Kreisstrasse 12 überqueren.  Es geht leicht abschüssig vorbei an der Niedermühle  nach Messenkamp.
Wenn Sie an der Unterführung der Bundesstrasse 442 angekommen sind biegen Sie unter der Brücke nach links auf den Radweg in Richtung Lauenau ab.

Der Alternativweg von Eimbeckhausen endet hier.

Der Weg führt Sie ein kurzes Stück entlang der Bundesstrasse 442 in Richtung Lauenau. Im Ort wechseln Sie auf die Kreisstrasse 59 und durchqueren den Ort Lauenau.
In Lauenau angekommen fahren Sie über die Coppenbrügger Strasse,  rechts in die Runde Strasse und weiter halb links in die Rodenberger Strasse weiter auf dem Basisring Richtung Rodenberg. 

Im Ort Lauenau beginnt die Alternativstrecke nach Apelren an der Einmündung Coppenbrügger Strasse  / Runde Strasse. Sie müssen dann hier nach links abbiegen.

Im weiteren Verlauf der Ortsdurchfahrt gibt es den Abstecher nach Feggendorf. Dieser biegt von der Rodenberger Straße ab.

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Lauenau
Das Castrum Lauenau des Rittergutes von Meysenburg in Lauenau ist nach einer Feuersbrunst, die im 16. Jahrhundert fast ganz Lauenau vernichtete, 1610 neu erbaut und 1776 umgebaut worden. Der das Herrenhaus umgebene Graben wurde 1858 zugeschüttet, da er bei großen Regenfällen zu "Land unter" der Gebäude führte. 1897 wurde die Anlage erweitert. Im Garten stehen bemerkenswerte Einzelbäume (Solitäre) mit Stammumfängen von vier bis sieben Metern. 1828 wurde der kurfürstlich hessische Geheime Kabinettsrat Carl Rivalier von Meysenbug (1779-1847) als Erster seiner Familie mit dem Schloss belehnt. Dies geschah durch dem Kurfürsten Wilhelm I. von Hessen. Das Rittergut wurde jedoch bald freies Eigentum.

Von Lauenau fahren Sie entlang der Landesstrasse 420 Richtung Rodenberg. Nach kurzer Zeit unterqueren Sie die Autobahn 2. Durch die Unterführung hindurch und am anderen Ende nach Rechts abbiegen.
Sie Fahren immer noch entlang der Landsstrasse 420. An der Siedlung "Domäne Rodenberg" trennen sich der Radweg und die Landesstrasse. Bleiben Sie weiter auf dem Radweg. Jetzt kommen Sie in den Ort Rodenberg.
Folgen Sie der Ortsdurchfahrt, die Strasse macht einen Knick nach rechts, am Ende kommen Sie an eine Kreuzung.

An dieser Kreuzung im Ortsmittelpunkt treffen Sie auf die Alternativstrecke von Lauenau über Apleren. (siehe unten)
Weiter kommen Sie hier zum Abstecher zur Mühle Rodenberg in dem Sie die Kreuzung einfach geradeaus überqueren. (siehe unten)

Rodenberg
Rodenberg kann auf eine tausendjährige Vergangenheit zurückblicken. Erstmals wird der Ort als Castrum Rodenbergum im Jahr 930 urkundlich erwähnt. Burg und Bauherr war der altsächsische Edelherr Wiringard. Das Ständehaus ist als einziges Gebäude der ehemaligen Burg erhalten geblieben. Der Saalbau beherbergt heute das Heimatmuseum, das alltägliche Dinge vergangener Zeiten zeigt. Auch dem Dichter der Stadt Rodenberg, Julius Rodenberg (1831 ? 1914) ist eine Abteilung gewidmet.

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Fahren Sie weiter entlang der Hauptstrasse in Richtung Bad Nenndorf.  Kurz vor dem Ortsausgang geht es an einem Bauhof der Stadt nach links ab.
Folgen Sie dem Weg, Sie kommen nach einigen kurven nach Bad Nenndorf. Zunächst müssen Sie Bundesstrasse 65 an einen Ampel überqueren. 

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Von hier ist es in der Stadt Bad Nenndorf sehr gut ausgeschildert.   Folgen Sie dem Weg einfach immer geradeaus. Sie müssen einige Wege überqueren. 

 

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Am Ende des Weges erreichen Sie direkt den Bahnhof von Bad Nenndorf.  Biegen Sie hier nach links ab, so erreichen Sie den Bahnhof von Bad Nenndorf.

Image Wenn Sie die Tour hier beenden möchten haben Sie die Möglichkeit hier die Bahn zu nutzen. 

Der Streckenabschnitt Teil 4 Bad Münder nach Bad Nenndorf endet hier.
Um auf dem Basisring weiterzufahren Lesen Sie bitte die Beschreibung Teil 1 Bad Nenndorf nach Wennigsen.

 


Alternativstrecke von Eimbeckhausen nach Messenkamp

Die Beschreibung der Alternativstrecke hat seinen Ausgangspunkt in Bad Münder am Rathaus.
Sie hätten aber auch die Möglichkeit am Osterberg an der Wegekreuzung den Weg weiter geradeaus zu fahren. 

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Biegen Sie hier in die Waltershagenerstrasse ein. An der ersten Gabelung halten Sie sich rechts. Folgen Sie der Strasse, die Strasse aus dem Ort ist leicht ansteigend.

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Achtung verpassen Sie den Abzweig nicht. Halten Sie sich nach dem Ortsausgang links. Biegen Sie in den Feldweg ab.
Folgen Sie dem Feldweg bis zu einer Gabelung. Hier geht es nach rechts weiter. Sie fahren jetzt auf einem Feldweg mit unterschiedlichem Untergrund.

Dieser Weg ist nur für geübte Radfahrer geeignet. Da der Weg bis Messenkamp nicht befestigt ist und auch nicht unerhebliche Höhenunterschiede zu bewältigen sind, meiden Sie diese Alternativstrecke mit Kindern und nach Regenwetter.

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Der Weg mündet auf die Kreisstrasse 61 von Messenkamp nach Nienstedt. Folgen Sie der Strasse nach links in den Ort Messenkamp. An der Gabelung halten Sie sich  rechts bis zur Unterführung der Bundesstrasse 442. Vor der Unterführung biegen Sie rechts auf den Basisring ab. 

 

Setzen Sie hier Ihre Fahrt auf dem Basisring Richtung Lauenau fort.

 


Alternativstrecke von Lauenau nach Rodenberg über Apelern

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Dieser Alternativweg  fährt Sie vom Basisring in Lauenau zum Ort Apleren und von dort entlang der Bundesstraße 442 nach Rodenberg. 

 

 

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Nachdem Sie in Lauenau die Basisstrecke im Ort verlassen haben fahren Sie noch ein kurzes Stück durch den Ort.
Hinter dem Ortsausgang, bevor es zur Bundesstrasse geht biegen Sie rechts ab. Hier ist bereits der Ort Apelern ausgeschildert.
Folgen Sie diesem Weg Richtung Autobahn A2. Eine Fußgänger und Radfahrerunterführung bringt Sie auf die andere Seite der Autobahn.

Von hier können Sie den Ort Apelern bereits sehen. Nach wie vor gilt, folgen Sie der Straße auf dem parallelem Radweg.

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Innerhalb des Ortes, ungefähr am Ortsmittelpunkt müssen Sie sich rechts durch ein Häuserschlucht drängen. Achten Sie auf das Verkehrsschild mit der Durchfahrtsbreite  von zwei Metern.
Zwischen den alten Fachwerkhäusern hindurch. Folgen Sie dem Weg durch eine Linkskurve. Der Weg steigt jetzt leicht an.

Apleren
Eine markante Silhouette lockt: Egal, von welcher Seite sich Besucher dem alten Ort Apelern nähern - der Kirchturm ist immer das beherrschende Gebäude über den Häusern, die sich eng um den mächtigen Klotz scharen, der hoch über die Baumwipfel herausragt.
Weit mehr als 1100 Jahre alt ist das einstige "apuldrun", dessen Einwohner zwar vor einiger Zeit die 1125. Wiederkehr der ersten urkundlichen Erwähnung feiern konnten, das aber wohl noch viel älter sein mag. Wer heute in das Dorf am Riesbach kommt, interessiert sich vor allem für die frühgotische Hallenkirche und für die beiden Rittergüter im Ort.
Eines davon gehört den Freiherren von Münchhausen. Sie hatten bereits im 14. Jahrhundert das Sagen im Land zwischen Deister und Bückebergen. Später errichteten sie Güter in Remeringhausen, Lauenau und eben in Apelern. Um 1560 beauftragte Börries von Münchhausen den bekannten Weserrenaissance-Baumeister Kölling mit dem Erstellen einer Wasserburg. Sie wurde im Laufe der Zeit immer wieder bis zur heutigen Vierflügelanlage erweitert.
Es gibt eine Reihe interessanter Details wie Wappensteine und Sonnenuhren zu bewundern. Ansonsten aber sollten Besucher die Privatsphäre der Eigentümer respektieren: Das Betreten der Gebäude ist nicht gestattet.
Gelegentlich aber öffnet die Familie von Münchhausen ihren hübschen Rittersaal für kulturelle Veranstaltungen. Dies ist nicht zuletzt eine Reminiszenz an einen berühmten Vorfahren: Der Balladendichter Börries von Münchhausen (1874 - 1945) verbrachte hier seine Jugendjahre und kam mit der Lyrikerin Agnes Miegel zusammen. Die Ostpreußin wohnte nach kriegsbedingter Flucht und Vertreibung später noch einmal zeitweise in Apelern.

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Schloß Apelern

1969, fünf Jahre nach dem Tode Agnes Miegels (1879-1964), gründete Oberschulrat Erich Grimoni zusammen mit einem Kreis alter Freunde und Verehrer Agnes Miegels die Agnes-Miegel-Gesellschaft (AMG) im niedersächsischen Bad Nenndorf. Dort hatte die Dichterin nach ihrer Flucht aus Königsberg ihren Alterssitz gefunden. Die erste Mitgliederversammlung der AMG fand am 9. März 1969, am 90. Geburtstag der Dichterin, statt.
Die "Familie" Agnes Miegels bestand damals aus drei Personen: Seit 1920 gehörte das treue ostpreußische Hausmädchen Elise Schmidt dazu, die nach 40 Jahren von der Dichterin adoptiert und damit ihre Erbin wurde. Nach 1945 lernten beide auf Schloß Apelern bei Bad Nenndorf die junge Heimgart von Hingst (1923-1978) kennen, die sich Agnes Miegel bald anschloss und in die "Familie" aufgenommen wurde.


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Sie verlassen den Ort Apleren in Richtung Rodenberg. Es geht wieder parallel zur Bundesstrasse 442 im Richtung Rodenberg.
In Rodenberg angekommen treffen Sie auf den Basisweg indem Sie einfach der Hauptstrasse in die Ortsmitte folgen.

An der Ortsmitte geht es weiter geradeaus in Richtung Bad Nenndorf.   Setzen Sie hier Ihre Fahrt auf dem Basisring fort.

Abstecher von Lauenau über Feggendorf zur Wirkesburg
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Dieser Abstecher führt Sie vom Basisring in Lauenau vorbei an der Privatbrauerei Rupp zum Ort Feggendorf und weiter an den Deisterrand.
Dieser Weg steigt stetig an, d. h. insbesondere ab Feggendorf wird es sehr anspruchsvoll.

Unsere Empfehlung: Fahren Sie diesen Abstecher nur wenn Sie gut im Training sind.

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Wenn Sie in Lauenau in den Feggendorfer Weg abgebogen sind folgen Sie der Straße Richtung Feggendorf. In Feggendorf folgen Sie der Deisterstrasse durch den Ort.
Am Enden des Ortes, hier sehen Sie schon den Waldrand des Deisters gabelt sich der Weg, halten Sie sich dann am Bergmannsdenkmal links.
Jetzt hinein in den Wald, als erstes kommen Sie zum Wasserwerk, im weiteren Verlauf kommen Sie zur Wirkesburg. Hier werden Sie wohl das Rad schieben m?ssen da der Weg sehr stark ansteigt.

Stellen Sie das Rad am Wasserwerk ab und gehen das letzte Stück zu Fuß.


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Ein paar bauliche Reste im Wald, eine Lore am Ortseingang und schließlich das Dorfwappen mit den gekreuzten Werkzeugen der Hauer, Schlägel und Eisen, halten die Erinnerung wach: Der Kohlebergbau im Deister hat auch das kleine Feggendorf für weit über hundert Jahre geprägt.
Teilweise waren bis zu 40 Prozent der Bevölkerung des heutigen Ortsteils von Lauenau von diesem Industriezweig abhängig, der zwischen 1831 und 1879 sowie von 1919 bis 1952 in unmittelbarer Nähe Arbeitsplätze bot. In der Spitzenzeit um 1921 wurden täglich 80 Tonnen Steinkohle ans Tageslicht gebracht. Die Tätigkeit der Hauer war alles andere als angenehm: Halb im Sitzen, halb im Liegen musste der nur zwischen 60 und 90 Zentimetern hohe Flöz ausgebeutet werden.
Bis zu 40 Stolleneingänge gab es rund um den Deister. Die meisten sind heute verfallen oder gar nicht mehr auffindbar. Aber neben dem neuen Museumsbergwerk in Barsinghausen ist es gerade der so genannte ,,Feggendorfer Stollen", der sich recht anschaulich den Besuchern präsentiert.

Sie können durch den vergitterten Eingang einige Bergmannsutensilien betrachten und sich an einer großen Tafel über die Geschichte des Kohleabbaus informieren. Auch hier steht eine Lore, mit der einst das Gestein aus dem Berg gezogen wurde. Ein Pferd war dem kleinen Zug vorgespannt. Und wer genau hinschaut, sieht noch die Grundmauern der Waschkaue und sogar die steinerne Badewanne des Obersteigers.
Zu Tal gebracht wurde die Kohle über den so genannten ,,Brems": Auf ihm waren Gleisstränge verlegt. Heute ist dieser ,,Brems" ein zwar steiler, jedoch recht bequemer Wanderweg, auf dem in etwa 20 Minuten das kleine Baudenkmal erreicht ist.

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Sehenswert ist das eigentlich unscheinbare Gebäude, das die Samtgemeinde Rodenberg vor kurzem erst in Betrieb genommen hat. äußerlich passt es sich geschickt seiner Umgebung an mit Satteldach und Sandsteinmauern. In seinem Innern aber reicht es tief in den Waldboden, weil ein Betontank mehr als 450 Kubikmeter Frischwasser aufnimmt. Das Reservoir läst das alte Wasserwerk in unmittelbarer Nachbarschaft ab, das mehr als 60 Jahre die Versorgung der Bevölkerung sicherstellte.

Wer wissen möchte, wie es davor mit dem kühlen Nass bestellt war, muss sich noch eine Weile gedulden. Bald wird im Gesindehaus des Lauenauer Heimatvereins unter anderem auch ein Stück der einst hölzernen Wasserleitung ausgestellt, die einst zu markanten Punkten des Ortes führte, wo sich die Bevölkerung an so genannten "Wasserpfosten" versorgen konnte. Darüber hinaus hatten viele Grundstücke ihre privaten Brunnen. Wer aufmerksam durch Feggendorf geht, kann hier und da noch eine solche Einrichtung erkennen.

Die Erbauer der Wirkesburg bei Feggendorf nutzten die vom Deister abfallenden Bergrücken und die sie begleitenden Bachläufe geschickt aus.
Auffällig ist die versteckte Lage. Kern der Anlage ist ein Ringwall von 50 bis 60 Metern Durchmesser mit z. T. winkliger Wallführung auf einem nach Südwesten abfallenden Bergrücken im Zwickel zweier Bachläufe mit einem Innenraum von 0,22 ha.
Die Wirkesburg wird einerseits mit den nahen Besitzungen der Billunger seit dem 11. Jahrhundert im Raum Lauenau verbunden, andererseits mit einem 955 genannten Grafen Hroduuerk in Verbindung gebracht. Direkte besitzgeschichtliche Zeugnisse oder mittelalterliche schriftliche Nennungen gibt es nicht.

Fahren Sie den Weg wieder zurück, jetzt ist es eine schöne entspannende Abfahrt. In Lauenau biegen Sie nach rechts auf den Basisweg und setzen dort Ihre Tour fort.

Zum Thema Feggendorfer Stollen schauen Sie auf unsere Linkliste.

 


Abstecher in Rodenberg zur Windmühle Rodenberg 

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Fahren Sie vom Ortsmittelpunkt in Rodenberg direkt zur Windmühle Rodenberg. An der Kreuzung ist der Weg ausgeschildert, Sie können den Weg nicht verfehlen. Der erste Teil der Strecke ist auch sehr angenehm zu fahren, den zweiten Teil werden Sie das Fahrrad wohl schieben m?ssen. Der Weg steigt sehr stark an.

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Die Rodenberger Windmühle wurde im Jahr 1850 als städtische Windmühle mit Wohnhaus und Nebengebäude auf dem "Altenrodenberge" errichtet. Knapp 70 Jahre später wurde der Mühlenbetrieb stillgelegt. Dank einer Restaurierung im Jahr 1980 erhielt die Mühle vier neue Flügel.
Von hier aus hat man einen schönen Blick auf Rodenberg und den Deister. Mit dem Aussichtspunkt hat es jedoch eine ganz besondere Bewandtnis: an dieser Stelle befand sich eine heidnische Kult- und Opferstätte. Hier wurden Rinder und Pferde geopfert, um die germanischen Götter gnädig zu stimmen. Mittelpunkt der Kultstätte war ein zweieinhalb Meter hoher säulenartiger Stein, von Feuer und Rauch schwarz verfärbt und von einem Erdwall begrenzt. An seiner Stelle steht heute die denkmalgeschützte Windmühle, das Wahrzeichen der Stadt.

Fahren Sie den Weg wieder zurück, jetzt ist es eine kurze aber heftige Abfahrt.  An der Kreuzung im Ortsmittelpunkt biegen Sie nach links auf den Basisring ab.  Setzen Sie die Fahrt nach Bad Nenndorf fort.